Hochsensibel und voller Sehnsucht nach einer neuen Normalität ❣️

Lesedauer: 6 Minuten - 29.04.2021 - Kategorie: Grüße aus der Herzensmitte - 1 Kommentare

Du liebe Seele,

ich hoffe, du konntest in dieser Woche deinem Helfersyndrom mit Liebe und Annahme begegnen und es geht dir gut.

Heute
möchte ich dich fragen, ob du dich in diesen Tagen auch nach einer neuen Normalität sehnst?
Bist du auch am Ende deiner Neugier angekommen?
Möchtest du auch eines morgens aufwachen und in den Nachrichten hören:
„Es ist vorbei“?
Bist du auch müde von den täglich wechselnden Meinungen und Ansichten zu jedem erdenklichen Thema rund um ein kleines Virus, dass die ganze Welt verändert?
Hast du auch Mühe, deine Balance zu halten?

 

Wenn du dich auch nach etwas sehnst, was einen Hauch von irgendeiner Normalität verspricht,
dann ist dieser Beitrag heute für dich, du liebe hochsensible Seele!

 

Normalität:

Normalzustand, Alltäglichkeit, Gewöhnlichkeit, Gleichförmigkeit, Gleichmaß, Gewohnheit, Monotonie, Üblichkeit, Durchschnittlichkeit, Regelmäßigkeit, Äquivalentkonzentration ...

Unter Normalität versteht man im Allgemeinen Sprachgebrauch einen

 

Zustand ohne außergewöhnliche Umstände“

 

Hochsensibel zu sein, bedeutete lange Jahre für mich, eben ganz und gar nicht normal zu sein.
Es war immer ein ZUVIEL von allem. Zu laut, zu hell, zu schrill, zu heiss, zu kalt, zu viel für meine feinen Sinne, zu emotional, zu weichherzig, zu instabil, zu nachgiebig, zu offenherzig, zu weich, zu, zu, zu ...
Andauernde Zustände mit außergewöhnlichen Umständen.


Nicht nur einmal wurde mir vermittelt, einfach nicht normal zu sein.
Also habe ich mein halbes Leben damit verbracht, mit mehr oder weniger Erfolg, irgendwie zu versuchen so zu werden, wie mein Umfeld mich wollte. Ich beobachtete akribisch und intensivst andere anscheinend normale Personen und nahm mir starke analytische rationale Menschen zum Vorbild.

Ich arbeitete hart an mir.
Meine Mitmenschen hatten es nicht leicht mit mir im Umgang als dieses unnormale Wesen, dass so ganz anders war und ist. Meine Sprunghaftigkeit und Unsicherheit, meine feinen Sinne und mein Rückzugsbedürfnis waren echte Herausforderungen für meine Lieben.
Auf die berechtige Frage ob Hochsensible gut beraten sind Beziehungen mit ebenfalls Hochsensiblen anzustreben, kann ich dir keine Antwort geben. 

Was denkst du darüber?

Doch nun zurück zu meinen Anpassungsversuchen:

Mir war klar:

Um in einer Normal- bis wenig sensiblen Umwelt irgendwie klar zu kommen musste ich mich abhärten, mich ändern und hart an mir und meinen vermeintlichen Schwächen arbeiten.
Ich wollte stressresistenter, kühler und rationaler werden.
Normal eben.

Was soll ich schreiben?

Es ist mir nicht gelungen. Alle Anstrengungen, Entbehrungen und Abhärtungsversuche endeten jedes einzelne Mal in einem mittleren Desaster.
Ich wurde krank. Immer wieder, mein Körper streikte mit unmissverständlichen Zeichen eines überreizten Nervensystems. Ich brauchte Hilfe. Und Medizin. Ich wollte immer nur ein normales Leben. Keine Astronautin, keine Triathletin ..., nur ein ganz normales Leben.



Was ist für dich deine Normalität

 

Einer der diversen Mediziner auf meinem Weg, der leider nichts über die Normalität der Existenz von Hochsensibilität wußte, bescheinigte mir in dieser Zeit einmal eine waschechte Anpassungstörung!
Ich hätte mir keine bessere Beschreibung meines Dauerzustandes vorstellen können.

ANPASSUNGSSTÖRUNG ! Das Wort klang wie ein Hoffnungslied.
Zu sehr hatte ich versucht, mich anzupassen, mich der Umwelt anzupassen.

Eine Außenseiterin mit einer echten Anpassungsstörung! 

Endlich etwas Greifbares, vielleicht sogar Behandelbares. Ein Funke Hoffnung auf baldige Normalität keimte in mir auf.

Anpassungsstörungen 

Die Sache hatte nur einen bis drei kleine, aber nicht zu überlesende Haken!
Auch typisch hochsensibel, denn immer wenn ich mal wieder dachte, die richtige Diagnose auf dem Krankenschein zu haben, desto verwirrter und unnormaler wurde es für mich in Sachen Anpassungsfähigkeit.

Denn, die Diagnose „Anpassungsstörung“ wird leider nur dann vergeben, wenn die Symptome auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen sind und innerhalb eines Monats nach dem einschneidenden Erlebnis aufgetreten sind.

Diese Art von Anpassungsstörung wird nur bis zu einer Dauer von sechs Monaten nach dem Erlebnis als solche anerkannt.

Zur Diagnosesicherung wurde zunächst eine körperliche Ursache meiner unnatürlichen Beschwerden ausgeschlossen, mit den Diagnosemöglichkeiten, die einem Allgemeinmediziner eben zur Verfügung stehen und die dieser auch abrechnen kann. Leider sind sämtliche diagnostische Verfahren für die meisten Hochsensiblen ungeeignet.
Die deklarierten Normalwerte gelten leider nicht für uns. Leider.
Denn unser Körpersystem ist weitaus sensibler, sensibler und feiner.

Leider. Und dass, obwohl ich jederzeit alle anamnestischen zielführenden Fragen mit einem glasklaren JA beantworten konnte:

Diese waren unter anderen:

  • Hat Dich in den letzten Wochen oder Monaten ein Erlebnis oder Ereignis belastet?
  • Hast DU seitdem wenig Freude oder Interesse an deinem Alltag?
  • Fühlst Du dich öfter traurig oder antriebslos?
  • Hast Du das Gefühl, dass Dir zur Zeit alles zu viel ist?
  • Hast Du Schwierigkeiten, dich zu konzentrieren
  • ...
     

Wieviele Fragen könntest du ohne wenn und aber mit einem klaren JA beantworten?
Im Kleinen wie im Großen?

Ich könnte zu jeder Frage eine Enzyklopädie verfassen. Gerade jetzt in diesen verrückten Tagen.

Im eigentlichen Sinne des ICD10-Codes hatte ich also keine Anpassungsstörung, aber nur im eigentlichen Sinne.

Hochsensibel zu sein,
in einer Welt, wie wir sie vor der Pandemie kannten, ist es schon anstrengend genug, aber durchaus machbar, glücklich und zufrieden zu sein. Wenn wir auf unsere Bedürfnisse achten und in Selbstliebe und Fürsorge unseren Alltag gestalten können, auf genügend Pausen, ausreichend Schlaf und regelmäßige Mahlzeiten Wert legen. 

Hochsensibel zu sein,
in einer Welt, wie wir sie jetzt gerade erleben, unsicher und weit von jeglicher Normalität entfernt, gleicht einer Meisterschaft in Sachen Persönlichkeitsentwicklung. 
Ich weiß nicht, ob zu diesem Meistertitel auch die Disziplin der Anpassungsfähigkeit gehört.

Die Sehnsucht nach Normalität ist legitim und darf gefühlt und gesehen werden.

Solange wir nicht süchtig danach werden, denn:

Das ist mein Fazit nach über einem Jahr ungebetenem Besuch dieses höchstsensiblen und scheinbar megaanpassungsfähigem Virus, dass alles, woran ich mich je anpassen wollte, auf einmal nicht mehr normal erscheinen und erstrebenswert darstellen läßt.


 

Die Welt ist in einem Umbruch, ich bin in einem Umbruch und du bist ...

Wo bist du?
Sehnst du dich nach der alten Normalität zurück oder schlägt dein Herz für deine Zukunft als feinsinniges Wesen mit einem hochsensiblen Nervensystem. 

Wie geht es dir?
Nach einem Jahr mit einem unsichtbaren Virus, dass unseren Alltag, unsere scheinbare Normalität in einen Dauerausnahmezustand versetzt.

Ein Dauer-Zustand mit außergewöhnlichen Umständen!

Das Gegenteil von Normalität!

Heute
möchte ich dich fragen, ob du dich in diesen Tagen auch nach Normalität sehnst?
Bist du auch am Ende deiner Neugier angekommen?
Möchtest du auch eines morgens aufwachen und in den Nachrichten hören:

Es ist vorbei“?

Bist du auch müde von den täglich wechselnden Meinungen und Ansichten zu jedem erdenklichen Thema rund um ein Virus, dass die ganze Welt verändert?
Hast du Mühe, deine Balance zu halten?

Wenn du dich auch nach etwas sehnst, was ein Hauch von Normalität verspricht und tatsächlich etwas gefunden hast, schreibe uns gerne deine Ergebnisse in die Kommentare und teile diesen Beitrag an die, die sich auch gerade so sehr nach einem sicheren und absehbaren Alltag sehnen, und fast vergessen haben, zu leben. 

Was hilft dir durch diese unnormalen Zeiten zu kommen und deine Hochsensibilität dennoch als eine Normalität zu begreifen?

 

Du liebe Seele,

Ich wünsche dir ein schönes
Wochenende, mit der Gewissheit
dass Anpassung nicht alles ist.

Möge deine Sehnsucht nach der
Normalität gestillt werden

und deine Hochsensibilität als Persönlichkeit
schon bald ganz normal sein,
so normal wie ...

 

Was ist schon normal?

 

In Liebe und mit
tiefem Mitgefühl für alle
unter uns, die immer noch mit
dem Gefühl kämpfen, nicht in
diese Welt zu passen, ob mit
Virus oder anderen Katastrophen.

Ich sehe deinen Schmerz und deine Kämpfe.

Ich bin für dich da.

 

❣️Deine Gerda❣️

 

 

Und nächste Woche:

ATARAXIA

Seelenruhe und Unerschütterlichkeit auch für Hochsensible, die besonnen und beherzt den Herausforderungen des Lebens entgegentreten. Wie kann ich im Angesicht der Lebensstürme ruhig und gelassen bleiben?

Neue Strategieen aus uralten Zeiten.

(Alle Bilder findest du bei Pixabay.com)

Kommentare
Elfriede
Am 02.05.2021 um 09:48 Uhr
Liebe Gerda, was ist schon Normal. Normal ist für mich, wie ich es für mich beschreibe. Ich lebe für mich und nicht für andere. Wenn ich mich gut fühle und mit mir im reinen, kann ich anderen die Empathie/Zufriedenheit mitgeben. Selbst bei meinen Patienten merke ich. Strahle Ich vertrauen aus, können Sie sich fallen lassen. Das braucht Geduld, Einfühlungsvermögen und Ruhe. Es kann aber auch nur Der/Die, dieses annehmen, der mir vertraut.
Ich versuche im hier und jetzt zu leben. Und arbeite daran mich nicht triggern zu lassen, aber auch das will geübt werden.
Wir sind alle genau richtig. Manchmal wissen wir es nur noch nicht❣️
Liebe Grüße Elfriede
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