Ein kleines Senfkorn Hoffnung - für Tage, wie diese❣️

Lesedauer: 9 Minuten - 26.08.2021 - Kategorie: Grüße aus der Herzensmitte - 1 Kommentare

Du liebe und wundervolle feine Seele,
letzte Woche haben wir uns mit dem kleinen, aber klaren Wörtchen NEIN beschäftigt. Ich hoffe, du hattest ein paar Gelegenheiten zu trainieren?!


 

Heute
möchte ich dich mit in ein kleines Lied nehmen. Ein Lied, mit dem ich eines Morgens wach geworden bin, als mir meine Welt innen wie aussen, oben wie unten, links und rechts, vorne und hinten einfach nur hoffnungslos erschien.
Lokal und global, in meinem Kopf und in meinem hochsensiblen Nervensystem, ebenso wie in meinem Herzen. 

Hochsensibel zu sein, und immer wieder mit schlechten Nachrichten konfrontiert zu werden, ist besonders herausfordernd, weil wir die negativen Informationen von gestern und vorgestern ja immer noch im Nachklang in unserem Körpersystem haben. Von den ganzen Traumata und Kränkungen wegen unseres SO-Seins unseres gesamten Lebens ganz zu schweigen.  

An Tagen und in meinem Fall, in Nächten wie diesen, in denen Sorgen zu haben völlig berechtigt ist und Traurigkeit sich mit der Angst vor allen Veränderugen, die auf uns zukommen mischen, schlafe ich unruhig, träume krasses Zeug und bin erschöpft. Müde innen und müde aussen. 



 

Ein Lied zum Trost.

Wie in vorherigen Artikeln schon beschrieben, gibt es im Tagesverlauf immer wieder sehr transparente und kostbare Momente. Zeiten zwischen den Welten, würde ich sie gerne nennen.
Gemeint sind diese Milisekunden vor dem Aufwachen und kurz vor dem Einschlafen. Dann genau lüftet sich für einen kurzen Moment der Schleier zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein, zwischen Tag und Nacht, zwischen Traum Und Realität. 
Manchmal wache ich mit einem Lied auf, einer Zeile eines Gedichtes, einem Bild, oder einer Idee. An anderen Morgenden werde ich an eine Person oder eine Situation erinnert, die meine Zuwendung und Achtssamkeit erwartet. 
Das folgende Lied kenne ich seit Jahrzehnten, es wurde zu meiner Jugendzeit in christlichen Kreisen gerne und viel gesungen. Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen meiner neusten Interpretation dieses Hoffungsschimmerbringers.

Das Lied stammt aus der Feder von Alois Albrecht wurde von Ludger Edelkötter vertont. Es hat im Original noch mehr Strophen, doch diese fünf sind mir an diesem Morgen spontan eingefallen. 

 

Kleines Senfkorn Hoffnung

1) Kleines Senfkorn Hoffnung, mir umsonst geschenkt,
werde ich dich pflanzen, dass du weiter wächst,
dass du wirst zum Baume, der uns Schatten wirft,
Früchte trägst für alle, alle, die in Ängsten sind.

2) Kleiner Funke Hoffnung, mir umsonst geschenkt,
werde ich dich nähren, dass du überspringst,
dass du wirst zur Flamme, die uns leuchten kann,
Feuer schlägt in allen, allen, die im Finstern sind.

3) Kleine Münze Hoffnung, mir umsonst geschenkt,
werde ich dich teilen, dass du Zinsen trägst,
dass du wirst zur Gabe, die uns leben lässt,
Reichtum selbst für alle, alle, die in Armut sind.

4) Kleine Träne Hoffnung, mir umsonst geschenkt,
werde ich dich weinen, dass dich jeder sieht,
dass du wirst zur Trauer, die uns handeln macht,
leiden lässt mit allen, allen, die in Nöten sind.

5) Kleines Wörtchen Hoffnung, mir umsonst geschenkt,
werde ich dich singen, dass dich jeder hört,
dass du wirst zum Liede, das die Herzen füllt,
Freude weckt in allen, allen, die in Schmerzen sind.

Das waren sie, die fünf kleinen Hoffnungsbringer aus dem Lied am frühen Morgen in Tagen wie diesen. 
In Zeiten, wo Hoffnung, dass alles wieder gut werden kann, ein echter Glaubensakt zu sein scheint. 
Im Folgenden möchte ich diese Sieben speziell auf die Herausforderung Hochsensibilität in Krisenzeiten anwenden. 

Welchen Hoffnungsbringer brauchst du gerade am meisten in welchem Lebensbereich?
Gesundheit? Beziehungen? Famile? Beruf? Wohnen? Begabung? Weltschmerz? ... oder etwas ganz anderes? 
Worüber machst du dir gerade Gedanken bis in die Nacht? Was erscheint dir zur Zeit ohne Hoffnung, ohne Sinn?

Hier kommen Gerdas fünf Speziealhoffnungsbringer für hochsensible und feinsinnige Menschen im Angesicht massiver Hoffnungslosigkeit und chaotischen Zuständen, innen wie aussen, oben wie unten, links und rechts, vorne und hinten und überhaupt ...

 

  1. Senfkörner pflanzen gegen unsere Ängste
    Viele, wenn nicht nahezu alle Hochsensiblen Menschen haben es in ihrem Leben immer wieder mit Ängsten zu tun. Ganz oben auf der Angstliste steht mit Sicherheit die Sorge, nicht geliebt und angenommen zu werden, wie wir sind. Die Angst, jemand könnte herausbekommen, wie wir wirklich sind, ist solange präsent und treibt im Unterbewusstsein ihre Spielchen mit uns, bis wir sie erkannt und entlarvt haben. Wenn wir ihr den Nährboden für all die inneren und äusseren Anklagen und Verbesserungsversuche entzogen haben, ist es an der Zeit unsere Senfkörner zu säen. Senfkörner dienen als perfekter Gründünger, und sind bei Ackerbauern und Kleingärtnerinnen das beste Mittel um den abgeernteten Boden mit Nährstoffen zu versorgen und durch die tiefe Verzwurzelung des Senfs den Untergrund zu durchlüften.  
    Was kann so ein Senfkorn bei dir sein? Was kannst du aussäen, was gute Früchte bringt?
    Zeit mit guten Freunden, gesundes Essen, Schlafen, ein gutes positives Buch lesen, Stille, Zeit in der Natur ...
    Welche Saat darf auf deinen Herzenboden in gute Erde fallen und Früchte der Lebensfreude tragen?



  2. Funken nähren gegen unsere Finsternis
    Es gibt Momente, manchmal sind es auch Tage oder Wochen, an denen ist es dunkel um uns herum. Mystiker sprechen von der "Dunklen Nacht der Seele". Es sind diese Zeiten, in denen wir uns fragen, was wir glauben, wer wir wirklich sind, woher wir kommen und wohin wir gehen. Ob wir so weiter leben wollen können, wie bisher.Diese Zeiten sind wichtig für die Reifung unserer Seelen, denn, sind diese Dunkelzeiten vorüber, haben wir nicht nur weniger Angst vor der Finsternis, nein wir haben inmitten unserer Seelennacht ein mächtiges Werkzeug geschenkt bekommen um anderen zu helfen, die gerade in der Finsternis sind. Wenn ich ehrlich bin, gab und gibt es in meinem Leben soetwas wie einen glimmenden Docht, eine ewige winzige Funkenflamme: Denn, egal, was mir in meinem Leben um meine hochseniblen Ohren geflogen ist wußte ich einfach immer das Eine "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde."  Punkt. Alles andere habe in meinen Seelennächten immer wieder komplett in Frage gestellt. Nur diesen Funken nicht. Das ist mein zweiter Hoffnungsschimmerfunke. Welcher Funke trägt dich durch deine Dunkelheiten? Was hat sich in deinem Leben bewährt und worauf kannst du dich verlassen, wenn die Finsternis kommt? Für manche ist es ein Spruch, eine Lebensweisheit, eine Erfahrung oder ein Lebensmotto.
    Ich bin gespannt auf deinen Funken Hoffnung. 
  3. Münzen teilen gegen unsere Armut
    Das Thema Geld ist für viele Hochsensible ein sehr heikles und unangenehmes Thema, denn die meisten Feinsinngen reden nicht gerne darüber. Hochsensible Menschen sind großzügig und teilen gerne ihr Hab und Gut mit anderen. Für mich persönlich ist es zu einer guten Angewohnheit geworden zu teilen. Ob es jetzt Münzen, Zeit, oder ein Buch, ein Rat, ein Ei oder etwas anderes ist, so bin ich bei Bedarf gerne zum Teilen bereit. Ich kann sagen, dass ich noch nie in meinem Leben in einen echten Mangel geraten bin, nur weil ich meinen Reichtum geteilt habe. Gehörst du auch zu den eher großzügigen Menschen und gibst du auch gerne aus deinem Schatz an die etwas ab, die es brauchen können? Es kann so tröstlich sein, wenn jemand an einen denkt, sei es durch einen Anruf, eine Karte oder wie mir in der letzen Woche geschah: durch einen großen Sonnenblumenstrauss. Ich fühlte mich getröstet, gesehen und gewertschätzt. Teilen setzt Hoffnung frei. Davon bin ich überzeugt und wenn es noch so kleine Gesten sind.
  4. Tränen weinen gegen unsere Nöte
    Hochsensibel zu sein, bedeutet nicht selten mit einem riesigen Reservoir an Tränen auf diese Welt geschleudert zu werden. Ich weiß nicht, wie groß das Gefäß sein müsste, in den meine bisher geweinten Tränchen Platz finden könnten. Ich weine viel, gerade in den letzten Tagen stehe ich wieder einmal sehr nahe am Wasserrand. Weinen soll ja bekanntlich die Menschenseele reinigen. Ich frage mich aber zunehmend, ob das stimmen kann. So dreckig kann meine Seele gar nicht sein, so viele Tränen, wie ich aus Trauer, Mitgefühl, Rührung, Betroffenheit, Schmerz, Wut und Anteilnahme, aus Unverständnis oder Abweisung, aus Zurechtweisung oder Ignoranz bereits geweint habe und es sicher auch noch tun werde. 
    Mit jemandem zu weinen, ist tröstlich, und für uns als Hochsensible eine Selbstverständlichkeit.
    Solange es sich um mitfühlende Tränen handelt. 
    Mit wem kannst du mitweinen? Oder andersherum: wer hat mit dir geweint, als du traurig und alleine warst.
    Tränen reinigen nicht nur die Seele, sie können befreiend und erlösend wirken. 
    Und wenn sie mich und dich ins Handeln bringen, nach einer gewissen Zeit, dann haben sie Hoffnung gebracht.
  5. Wörtchen singen gegen unseren Schmerz 
    Da brauche ich nun gar nicht lange drüber nachzudenken. Als Frau, die Worte liebt und um ihre Macht weiß, bin ich davon mehr als überzeugt, dass ein echtes Wort zur rechten Zeit schon viel Trost in eine hoffnungslose Situation zu bringen vermag. Mir ist klar, dass es heute allein durch die neuen Medien viele hunderttausende von Wörtern jeden Tag zu lesen und zu verarbeiten gibt. Daraus die tröstlichen, die hoffnungsbringenden zu finden ist eine Kunst.
    Diese Kunst versuche ich in meinem und in deinem Leben zu integrieren. Hochsensibel, kreativ mit guten Worten der Hoffnung und der Zuversicht in die unbekannte Zukunft zu gehen und dabei ein immer wieder mit einem Lied aufzuwachen ist doch schon mal ein guter Anfang. 

 

Wenn es bei dir im Moment angesichts der Weltlage oder einer Situation in deinem eigenen Leben zu hoffnungslosen Gedanken kommt, dir die Senfkörner zur Aussaat fehlen, dein letzter Funke ausgelöscht scheint, du keine Münzen mehr zum Teilen hast, deine Tränenkanäle verstopft sind und dir einfach die richtigen Worte fehlen, dann kann ich dich nur mit diesem Vers aus dem Buch der Bücher trösten. 
Mich persönlich hat er schon mehr als einmal getröstet und mit Hoffnung erfüllt.

 

"Denn ich kenne ja die Gedanken,
die ich über euch denke, 
spricht der Herr,
Gedanken des Friedens
und nicht zum Unheil,
um euch Zukunft
und Hoffnung zu gewähren."
Die Bibel, aus dem Propheten 
Jeremia 29,11


 

Ich wünsche dir ein hoffnungsvolles Wochenende
mit einem der fünf kleinen Schimmer des
Lichts an Tagen wie diesen. 

In Liebe zum Leben
und voller Mitgefühl
bei all denen
die im Dunkeln sind.

❣️Deine Gerda❣️

 

Wo fehlt dir gerade Hoffnung? 
Wem kannst du Hoffnung schenken?
Was läßt dich hoffen?
Wer hat dir Hoffnung geschenkt?




 

Fragen über Fragen! Ich freue mich über eine ehrliche Rückmeldung von dir, du liebe und einzigartige Seele, sei sie auch noch so hoffnungslos im Moment. Genauso freue ich mich über ein Feedback, dass vor Hoffnung nur so übersprudelt. Alles ist willkommen als Kommentar, oder im persönlichen Ausstausch. 
Du weißt ja: Geteilte Hoffnung ist verdoppelte Hoffnung. ❣️ 

 

Und nächste Woche:
Hochsensibilität und Wissenschaft - eine Zeitreise zum Staunen!


Kommentare
Lauretta
Am 27.08.2021 um 08:19 Uhr

Liebe Gerda ❣️

Wenn es mir und meinem sensiblen Wesen alles zu viel wird, konzentriere ich mich darauf, das dieser Planet sich weiter dreht, egal was ist, sich auf ihm zuträgt, in meinem, deinem, eurem Leben zuträgt. Es beruhigt mich zu wissen, er dreht sich weiter, in gewohnter Geschwindigkeit. Ich Gedanken nehme ich ihn in den Arm, vor dem Einschlafen und halte ihn und alle darauf lebenden. Spende allen Wärme, meine Liebe und versuche ein gegenseitiges Gefühl von Geborgenheit zu finden und zu vermitteln, für alle und auch mich ❣️ 🙏❤️ Ein schönes Wochenende ❣️



Liebe Lauretta,

Was für ein schönes Bild, die Erde in den Arm zu nehmen und in Gedanken ein Feld von Wärme und Liebe zu kreieren.

Danke für diesen wundervollen Hoffungsbringerschimmer.

Liebe Grüße

❣️Gerda❣️

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