Hochsensibilität zum Wohle aller❣️Heute: der Kürbiskernbarsch!

Lesedauer: 7 Minuten - 02.09.2021 - Kategorie: Grüße aus der Herzensmitte - 1 Kommentare

Hallo, du liebe Seele!
Nachdem ich dir am letzten Freitag einige Funken, Münzen, Pflänzchen und Senfkörner der Hoffnung serviert habe, von denen du hoffentlich reichlich profitiert hast, möchte ich dich heute im Namen der Wissenschaft und Forschung mit jemandem bekannt machen, der relevant zu sein scheint. In seinem Volk, besser geschrieben, in seinem Schwarm gibt es sie, die Geheimnisvollen, die mit den feinen Sensoren, die Vorsichtigen, die Weitblickenden, die, die andere vor Gefahr warnen. Diejenigen, die anders sind, anders als viele andere im Schwarm. Hochsensibel eben. Von Anfang an. Und zum Wohle aller.




 

Heute möchte ich dir den farbenprächtigen, nordamerikanischen Süßwasserfisch namens Kürbiskernbarsch vorstellen. Seinesgleichen ein Vertreter der Sonnenbarsche.

Hochsensibel zu sein,
bedeutet für mich, immer offen und neugierig zu bleiben, für die Art von Wissenschaft und Forschung, die nach Jahren des Erahnens und innerem Wissen nach und nach größere Teleskope und kleinere Mikroskope erfindet, um das zu beweisen, was vorher blanke Theorie oder lediglich eine Hypothese war. Ich selber habe schon an etlichen Studien teilgenommen, und wäre ich zu einer anderen Zeit in andere Umstände hineingeboren worden, hättest du mich sicher an einer renommierten Universität gefunden, um tausende von Gehirn- und Herzscans zu vergleichen, Neurotransmitter zu eliminieren oder DNA-Stränge von Kürbiskernbarschen mit den von Kanarienvögeln oder Ziegen abzugleichen.
Ich wäre sicherlich eine empirisch arbeitende, innovative und erfolgreiche Forschende geworden. Natürlich nur, um zu beweisen, dass es uns gibt, und dass Hochsensibilität ein Persönlichkeitsmerkmal ist, so wie die Augenfarbe oder dem Talent, linkshändig Geige spielen zu können.
Ganz augenscheinlich bin ich das nicht, denn mein Leben hatte andere Pläne für mich.  

Nun, wir sind hier, und das ist gut so.
Ich kann mich also ganz entspannt zurücklehnen und mir ansehen in Echtzeit, wie Studie um Studie an namenhaften Universitäten und Fakultäten herausgegeben und für wahrhaftig erklärt wird.

Hochsensibilität ist echt und angeboren und nicht therapierbar. Es handelt sich lediglich um eine Variante des Nervensystems, eine Besonderheit der Reizverarbeitung. Nicht mehr und nicht weniger. 
Es ist kein Fluch oder eine Störung. 

Im Gegenteil, es ist eine Gabe zum Wohle aller.
Wenn sie denn erkannt, gelebt und geliebt wird. 


 

Aber: jetzt wird's wissenschaftlich, also etwas sperrig zu lesen: 

Was wir mit dem Sonnenbarsch gemeinsam haben, und er mit uns ! 

"In diversen Studien und Arbeiten der Verhaltensforschung wurde ersichtlich, dass es innerhalb derselben Spezies bei gleichen Umweltbedingungen dennoch Variationen oder Typen von Verhalten gibt.

Dabei hat jede Variante ihre Vor- und Nachteile.

Der Kürbiskernbarsch

Bei dieser Fischart fand David Sloan Wilson heraus, dass ein größerer Teil der Population ein Verhalten zeigt, dass schnell und neugierig zu einer Fressfalle schwamm, während ein wesentlich kleinerer Teil zögerte und die Situation zunächst beobachtete. Die zweite abwartende Variation des Fisches war weniger angriffslustig und schreckhafter
(Wilson et al 1993).

Die beiden unterschiedlichen Verhaltensweisen scheinen die biologisch erfolgreichen Varianten an Überlebensstrategien zu sein, nämlich

  • die Mehrheit mit offensiver und dadurch ertragsreichen Strategie
  • und eine Minderheit, die observiert und sicher geht.

Diese zwei Verhaltensstile wurden bei zahlreichen Spezies gefunden, u.a. bei

  •  Primaten (Higley & Suomi 1989)
  •  Ratten (Blanchard, Flannelly & Blanchard 1986)
  •  Ziegen (Lyons, Price & Moberg 1988).

Etliche namenhafte Biologen identifizierten diese zwei Typen mittlerweile bei über 100 Spezies.

Eine Theorie dahinter ist, dass die Evolution zwei Typen, einen responsiven und einen unresponsiven Typen hervor gebracht hat, wobei sich der „responsive Typ” in seiner Empfänglichkeit auszeichnet.
Er ist mit dem hochsensiblen Typ gleich zu setzen (Wolf et al. 2008)."

Will heißen:

*Der amerikanische Evolutionsbiologe David Sloan Wilson stellte bei seinen Forschungen am nordamerikanischen Süsswasserfisch namens Kürbiskernfisch fest, dass der größte Teil seines Schwarmes sofort und hungrig in Richtung Fressen schwamm, während ein kleiner Teil des Unterwasservölckchens zögerte und die ganze Situation erstmal beobachtete. In der gesamten Tierwelt, gerade bei Herden, Völkern oder Schwärmen gibt es, nun auch hinreichend wissenschaftlich bewiesen immer zwei Gruppen von Wesen. Diese Aufteilung ist überlebenswichtig.
Die Mehrheit einer Gruppe ist schnell, risikobereit, offensiv und sorgt für schnelle und praktische Ergebnisse, während die Minderheit eben dieser durch Beobachtungen und vorsichtiges aufmerksames Verhalten die Gruppe vor drohenden Gefahren schützt und sie warnt.*

* zitiert nach "Mit allen Sinnen auf Empfang, Debora Sommer, 2021 SCM"

Ich könnte dir jetzt noch sehr viel über diese schillernde Fischart berichten, aber das überlasse ich deinem Forschergeist.
Da fällt mir gerade ein, dass es auch im Pflanzenreich etliche hochsensible Vertreter*innen gibt: z.B.Mimosen oder Pusteblumen.



  

Solltest du an den neusten Studien interessiert sein, oder gerne selbst mal an einer teilnehmen, wende dich bitte persönlich an mich. 

Als ich 2007 mein erstes Buch über Hochsensibilität in meinen Händen hielt, war das ein absoluter Geheimtipp.
Keine Ahnung, wie oft ich diesen Schatz gelesen und wieder gelesen habe. Unter Tränen und mit Leuchtstiften. 
Immer und immer wieder. Trotzdem wollten und konnten meine Lieben und die, die ich damals für meine Lieben hielt, nichts mit dem Thema anfangen, weil die Zeit nicht reif war. 
Das ging eine gefühlte Ewigkeit. Immer anders zu sein, ist auf Dauer sehr belastend und anstrengend.


Es sollten noch etliche Jahre und Bücher, Seminare und Selbststudien vergehen, bis ich mich so annehmen und erkennen konnte, dass ich es bin.




 

Hochsensibel und mittendrin.
Von einigen der Lieben habe ich mich mittlerweile friedlich getrennt, ich brauche mich nicht mehr zu erklären oder zu rechtfertigen. Das war damals noch ganz anders.
Heute erhältst du ca. 800.000 Einträge bei einer der bekannten Suchmachinen, wenn du das Wort Hochsensibilität eingibst. Da muss doch irgendetwas dran sein, oder?

Also, du liebe Seele,
solltest du immer noch daran zweifeln, ob es so ein Phänomen wie das der Hochsensibilität gibt, kann ich dich einerseits beruhigen. Wenn du es von Geburt an bist, dann bist du es. Alle Kämpfe gegen deine wahre Natur, alle Abhärtungs und Anpassungsversuche, jede Selbstaufgabe oder Selbstverleugnung wird dich früher oder später an den Rand der Erschöpfung oder an die Wand deiner Kraftlosigkeit bringen. Du bist es. Egal, wie sehr du es dir wünschst, es nicht zu sein. Ob das jetzt beruhigend war, weiß ich gar nicht.
Vielleicht noch nicht. 

Andererseits
möchte ich dich heute auch, wie schon so oft, ermutigen, endlich zu glauben, wie kostbar du als Sensibelchen, als Vorsichtiger, als Sehende und Hörende, als Vielfühlende für das Große und Ganze bist.
Wir gehören zu einer Minderheit, zu denen, die eben nicht gleich zum Futternapf rennen, sondern erstmal die Lage beobachten und weise handeln. 
Wir sind die Kürbiskernfische, die abwarten können, die Gefahr wittern, den Hai riechen oder das Netz der Fischer schon von weitem erkennen und Alarm schlagen.
Wir sind die Kanarienvögel, die zuerst spüren, wenn der Sauerstoff zum Atmen knapp wird.
Wir sind die hochsensiblen Hunde, die einen epileptischen Anfall riechen.
Wir sind die Pferde, die auf feinste Regungen des Reiters reagieren.
Wir sind die Katzen, die einen Buckel machen bei Gefahr.

Delfine, Kolibris, und Schmetterlinge, welches hochsensible Tier fällt dir spontan ein? 

 


Ab heute, dem 03.September 2021 gibt es für dich keinen einzigen Grund mehr, gegen dich anzukämpfen oder dich selbst zu optimieren. Du bist wundervoll gemacht, so wie du bist. 
Das gilt für alle, die hochsensibel geboren sind. Du bist der responsive Typ, der zwar zu einer Minderheit gehört, aber enorm wichtig für die Gesamtheit ist. Das ist wisschaftlich bewiesen. PUNKT! 

Etwas anders verhält es sich bei denen unter uns, die durch ein frühkindliches Trauma zu hochsensiblen Wahrnehmer*innen wurden, hier ist es von größter Bedeutung, das Trauma mit professionellen Helfern aufzuarbeiten und im Laufe dieses Prozesses festzustellen, ob es sich letztlich und deine angeborene oder eine erworbene Hochsensibiltät handelt. ( aus o.g.Buch entnommen) 

 

Du liebe Seele,
ich wünsche dir ein
wundervolles erstes
Septemberwochende
mit etwas Zeit, darüber 
nachzudenken, wo du persönlich 
deine hochsensible Gabe
zum Wohle aller einsetzten 
möchtest. 

Ich freue mich auf deine Rückmeldung,
deine Fragen und blogbeitrags-Wünsche.

❣️Deine Gerda❣️

Für mehr Informationen über Studien und Forschung mailde dich sehr gerne unter
gerda@empathie.blog oder über die Kommentarfunktion. 

Nächste Woche erwartet dich hier ein spannender Beitrag über Lebenskreise und was eine "dickköpfige Rostmotte" mich lehrte. 



Sei gut zu dir! Wir brauchen dich! 

 

Kommentare
Lauretta
Am 04.09.2021 um 12:06 Uhr

Liebe Gerda ❣️ Für mich bedeutet hochsensibel zu sein "das Schwein am Gang zu erkennen" 😉 Liebe Grüße und sonniges Wochenende ❤️



Liebe Lauretta, das ist ja mal eine Definition, die ich so auch noch nicht gehört oder gelesen habe. 

Liebe Grüße und DANKE❣️

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