Was ich von der dickköpfigen Rostmotte lernen durfte❣️

Lesedauer: 9 Minuten - 09.09.2021 - Kategorie: Grüße aus der Herzensmitte - 3 Kommentare

Du liebe Seele, 
letzte Woche haben wir einen kleinen Ausflug in die Wissenschaft und Forschung unternommen. 
Ich hoffe, dieser winzige Exkurs konnte dir ein wenig helfen, mit den Zweifeln über deine Persönlichkeit in Frieden zu kommen.
Hochsensibilität ist eine Nuance oder eine Variante des menschlichen Nervensystems. In unserem Fall, dem Fehlen eines Filters. Alle Eindrücke des Tages werden gleichwertig und gleich wichtig für wahr genommen und hinterlassen ihre schier unendlich vielen Eindrücke bei uns. 



 

Heute,
möchte ich dir die dickköpfige Rostmotte vorstellen. Dir davon berichten, wie sie mir in der letzten Zeit immer wieder begegnet ist, und woran sie mich erinnert hat. 

Hochsensibel zu sein, bedeutet für mich,
dem nach zu gehen, was mir auf scheinbar subtile Weise vor die Augen kommt. Nichts, was und welcher Form auch immer mir begegnet ist unwichtig, und sehr oft suche ich nach einer Deutung für das, was ich sehe, höre, empfinde oder schmecke. Darauf würde ein normalsensibler Mensch gar nicht erst kommen, aber so bin ich.

Bei einem einfachen Plausch mit der Nachbarin werde ich mit einer Flut von Eindrücken, Sinneswahrnehmungen und Gefühlen konfrontiert. Ich höre nicht nur ihre Worte als Information, ich vernehme den Klang, ich sehe ihre Körperhaltung und die schnellen Bewegungen ihrer Pupillen, das Fuchteln ihrer Hände, und ich sehe die schlafmangelringe unter ihren sonst so leuchtenden Augen, ich spüre ihre Unsicherheit, ihre Sehnsucht nach Harmonie, ihre Sorgen und ihre Angst, wie sich die Zukunft wohl gestalten wird. Ihren Ärger auf der Arbeit, ihren Frust mit den Verwandten, ihre Wut auf die Ungerechtigkeiten dieser Tage. Ich kann ihre Verzweiflung spüren und ihren Versuch, sich alles schön zu reden, weil FRAU ja zufrieden sein müsste, mit dem Haus, den Kindern, und allem, was man sich zusammen erarbeitet hat. 
Wie es innen drin aussieht? Darüber möchte sie gar nicht anfangen zu reden, denn dann müsste sie zugeben, dass ihr etwas fehlt, sie traurig ist und eine tiefe Sehnsucht in sich trägt. Wonach? Das weiß sie selber noch nicht. Zumindest nicht bewußt, denn unbewusst sendet ihr Körper bereits monatelang winzige diffuse Signale und Zeichen anhand von Symptomen, die, wenn man ihnen kein Gehör verschafft, immer lauter schreien werden. 

Sie bekommt nicht nur leise Hinweise von innen heraus, auch im Aussen zeigen sich für mich als Hochsensible Nachbarin deutliche Hinweise. In einer Welt, die zum allergrößten Teil vom Verstand und Kopf wahrgenommen wird, haben Herzensdinge nur wenig Raum. Und obwohl ich überzeugte Intuitiv- Herzgesteuerte Antworten auf fast alle Lebensfragen meinerseits bekommen habe, kann ich in diesem kurzen Plausch, der in Erdenzeit vielleicht 8-10 Minuten gedauert hat, die Verzweiflung spüren und die Angst, etwas falsch zu machen, eine Fehlentscheidung zu treffen. 
Wenn du in einem solchen Stressmodus bist und viel mit dem Kopf hin und her denkst, alle möglichen Zukunftsversionen hoch und runter denkst, dann ist kaum Raum für all die feinen Hinweise, die ohne Unterlass und mit solch einer Liebe den Weg in dein Leben suchen. Sie sind überall, wenn du offen bist, wenn dein Herz auf Empfang steht und du erwartest, dass  Zeichen der Hoffnung auf dem Weg in ein lebenswertes Leben und Hinweise der Liebe auf dich warten. 
Diese Wegweiser, von denen ich schreibe, passen immer zu 100% in DEINE Lebenslage, zu DEINEN Lebensfragen und sie kommen IMMER zum rechten Zeitpunkt scheinbar von unsichtbarer Hand für DICH plaziert. 
Das kann die zufällige Begegnung mit einem Menschen sein, ein Lied im Radio, eine Zahlencombination auf dem Kassenbon, ein Aufkleber auf dem Auto vor dir, ein Werbeclip, oder eine dickköpfige Rostmotte auf deinem Rucksack. 
Überall sind sie, Zeichen, die, so du denn hochsensibel genug bist, von dir gedeutet und dankbar entgegen genommen werden möchten. 
Der Weg, um DU selbst zu werden, ist gepflastert mit Zeichen der Liebe, der Wegweiser der Zukunft und manchmal, so wie einem Fall, mit den Besuchen von dickköpfigen Rostmotten. Und von diesen Begenungen möchte ich dir heute berichten.

 

Mottenarlam! 

Welche Assoziationen hast du, wenn du eine Motte denkst?
Ich habe da mal ein paar zusammengestellt und ich bin gespannt, ob du dich hier wiederfindest!
 

  • Motten werden anscheinend nicht vom Licht angezogen, weil sie so empfindliche und gutausgebildete Augen haben.
    Je greller das Licht, desto leichter verlieren sie die Orientierung und flattern wie wild mit ihren Flügelchen.
    Als hochsensible Menschen meiden auch wir das grelle Licht, gerade wenn unsere Augen empfindlich sind
  • Motten naschen gerne an Kleidern und knabbern vorzugsweise an Textilien
    Als hochsensible Menschen wissen wir um die Vergänglichkeit aller materiellen Dinge, und dass nichts ewig hält.
  • Motten sind die schwarzen Schafe in ihrer wunderschönen Schmetterlingsfamilie. 
    Als hochsensible Menschen haben wir nicht selten dasselbe erlebt. Wir sind die sonderbaren, die merkwürdigen.
  • Motten sind nachtaktiv und werden bei Tage selten gesehen und sollten sie doch erblickt werden, wendet sich der Großteil der Insektenbeobachter eher ab, statt sich wirklich mit ihnen zu befassen und sie in ihrer ganz persönlichen Schönheit zu respektieren. 
    Als hochsensible Menschen werden wir immer noch unterschätzt in unserer Kreativität und unserer Fähigkeit, Lösungen zu Problemen zu liefern, in unserer Krisenfestigkeit und in unserer Intuition. 
  • ...

Die dickköpfige Rostmottte,
die mir in letzter Zeit, und das am hellerlichtem Tag, gleich zweimal begegnet ist, hat deutlich zu mir gesprochen, nicht verbal, aber auf einer einer anderen Ebene. Nicht dass ich jeden Tag mit Motten sprechen würde. Unsere Kommunikation geschah ohne Worte. Eher auf einer metaphysischen Ebene. Auch so ein "hochsensibles Ding", mit Tieren zu kommunizieren. 

Das erste Mal setzte sie sich ganz selbstverständlich zu uns an den Frühstückstisch, gerade als mein Mann und ich in unserem Kurzurlaub eine sehr betrübliche Nachricht erhielten.
Und das zweite Mal, war gestern Nachmittag in meinem kleinen Gartenattelier. Da saß sie, auf meiner Blümchengardine, filigran und doch so taff.




 

Die Bibelstelle, an die diese kleine Motten mich erinnert findest du im Evangelium nach Matthäus,
im sechsten Kapitel, Vers 19. Dort steht :

 

"Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde,
wo Motte und Fraß zerstören
und wo Diebe durchgraben und stehlen;  
sammelt euch aber Schätze im Himmel,
wo weder Motte noch Fraß zerstören
und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen!

Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.
"


Als ob ich diese Stelle nicht schon tausend Mal, also hundert Mal bestimmt, gelesen hätte. Aber jetzt ergab sie einen Sinn. Schätze auf der Erde zu sammeln, was bedeutet das? Und wie sammeln sich Schätze im Himmel?
Und was hat mein kleines Herz damit zu tun? Fragen über Fragen. Da wo mein Schatz ist, da wird mein Herz sein?

Für mich erschließt sich hier Folgendes. Auch wenn wir es schon oft gehört oder gelesen haben. Wir können tatsächlich nichts mitnehmen, wenn wir diese Erde einmal verlassen werden. Das ist eigentlich kein schöner und zugleich ein sehr schöner Gedanke. Du musst wissen, ich mag Sachen. Ich mag schöne Dinge wie Kleider, Schmuck oder Dekogetüddel. Für mich würde dieser Minimalistisch-Leben-Trend (im Moment noch) überhaupt nicht in Frage kommen. Ich liebe es, mein Haus und meinen Garten mit schönen Dingen zu schmücken. 

 


 

In diesem Sommer habe ich gesehen, wie es ist zu sterben. All die Dinge, die einen Wert in diesem Leben haben, all die Sachen, um die wir gekämpft, für die wir gespart haben und die wir versucht haben zu verteidigen, sind an dem Tag, an dem unser wunderbares Herz den allerletzten Schlag tut, nicht mehr wichtig. Weil niemand mehr da ist, der diesem ganzen Kram eine Bedeutung zumisst, der einen Wert darin sieht. Was für den einen ein Schatz ist, ist für jemand anderen Tand oder Müll. So ist das. 

Schätze auf der Erde

Sich finanziell und materiell so aufzustellen, dass ein angenehmes Leben möglich ist, ist vernünftig und gerade das Thema Sicherheit ist für uns eins der Hauptlebensthemen. Wenn diese angebliche Sicherheit aber dazu führt, dass sie dein Schatz wird, du an nichts anderes mehr denken kannst, dass du deine Zukunft planen und absichern musst, dir in der Gegenwart nicht wirklich von Herzen etwas gönnen kannst, oder gar geizig mit deinen Lebensenergien wie Geld, Zeit und Einsatz wirst, dann könnte diese Rostmottenbotschaft für Dich sein:


"Du liebe Seele, dein Leben ist kostbar und jeder Tag enthält Trillionen von Möglichkeiten, dir das zu zeigen.
Jede ehrlich erkannte Sehnsucht, jeder angeschaute Schmerz, jedes kleine Licht auf deine dunkle Seite, jede gelebte Erkenntnis,  jede Berührung mit der Natur, jede Begegnung mit einem anderen Menschen trägt diese Gelegenheit in sich. 
Die Gelegenheit zu staunen, zu lernen, zu lieben und loszulassen, genauso wie die Gelegenheit zu verstehen, dass dass was am Ende von uns übrig bleibt, nichts mit materiellen Dingen zu tun haben kann. Jedenfalls nicht nur."


 

Auf die berechtigte Frage, wie wir Schätze im Himmel sammeln können, kann ich dir keine schlussendliche Antwort geben. Ich ahne manches, und im Angesicht dieser zauberhaften dickköpfigen Rostmotten glaube ich, dass in meiner persönlichen himmlischen Schatztruhe folgende Brillianten und Diamaten um die Wette strahlen:

  • tiefe Vergebung den Menschen gegenüber, die mir unsägliches Leid angetan haben
  • tiefe Vergebung den Menschen gegenüber, die anderen unsägliches Leid angetan haben
  • echtes Mitgefühl und Selbstliebe mir gegenüber, die ich gerade traurig bin und Leid erfahre
  • echtes Mitgefühl und Nächstenliebe dir gegenüber, der du gerade traurig bist und leidest
  • ernsthaftes Bestreben, die zu werden, die ich bin und dabei nicht aufzugeben
  • ernsthaftes Bestreben, dir zu helfen und dich zu unterstützen, der Mensch zu werden, der zu bist
  • liebevolle Heilung und Beistand in Anspruch zu nehmen, wenn es nötig und angebracht ist
  • liebevolle Heilung und Beistand dir anzubieten, wenn es nötig und angebracht ist
  • herauszubekommen, was in meinem Leben wirklich wirklich wichtig ist und gelebt werden möchte
  • herauszubekommen, was in deinem Leben wirklich wirklich wichtig ist und gelebt werden möchte
  • ...

Wie du selber liest, habe ich da noch nicht wirklich den vollen Durchblick, vielleicht hast du noch die eine oder andere Idee. Ich hoffe, am Ende meines Lebens eine gefüllte Schatzkiste im Himmel vorzufinden. 
Und was das Leben hier auf der Erde betrifft, finde ich weiterhin tausende von Zeichen auf meinem Weg, die mich liebevoll daran erinnern, ... na woran?

Dass das Leben kostbar ist,
und ich meine himmlisch Schatzkammer füllen möchte, mottensicher, fraßsicher und einbruchsicher. 
In diesem Sinne



 

 

Du liebe Seele,
heute habe ich dir die dickköpfige Rostmotte vorgestellt.
Ich weiß nicht, ob sich deine Hochsensibilität auch so zeigt,
dass viele Alltagsbegebenheiten für dich
zu sicheren Zeichen aus einer anderen Sphäre werden können.
Für mich ist es so.
Nichts geschieht zufällig.

Ich wünsche dir ein wundervolles 
Wochenende im September 2021
mit ein wenig Zeit, darüber nachzudenken,
wo dein Herz ist und in diesem Sinne
natürlich auch dein himmlischer Schatz.
Zumindest Mottensicher!

In herzlicher Verbundenheit

❣️Deine Gerda❣️

"Wir sehen nicht auf das Sichtbare,
sondern auf das Unsichtbare.
Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich;
was aber unsichtbar ist, das ist ewig."
Die Bibel, 2.Korinther 4, 18

 

Und nächste Woche?
Selbstfürsorge im Alltag hochsensibler Menschen!
Praktische Tipps!

Ach ja, und was aus dem Plausch mit meiner lieben Nachbarin wurde?
Sie hat inzwischen wertvolle Schritte in Richtung Selbstverantwortung und Selbstliebe getan, und wundert sich.
 

Kommentare
Erik
Am 10.09.2021 um 09:48 Uhr
Hallo Gerda, wieder ein „Mottenschöner“ Beitrag, nicht nur für hochsensible.
Liebe ist das höchste Gut und füllt unsere himmlische Truhe, wer viel liebt ist auch jetzt schon reich. In diesem Sinne: liebe Dich und deine Nächsten …, oder einfach gesagt liebe das Leben!
Gerda am 10.09.2021 um 09:56 Uhr

Lieber Erik, Das Leben lieben❣️ Ich bin dabei

Sandra
Am 10.09.2021 um 10:19 Uhr
Liebe Gerda ich kann dir nur Zustimmen das erfahre ich auch gerade hatte eine anstrengende Zeit da ging es mir nicht gut aber als ich diese Woche anfing mit Liebe und Verstehen die Situation zu betrachten kam ich in die Handlung was mich voran brachte danke für deine tolle Arbeit
Gerda am 10.09.2021 um 10:56 Uhr

Liebe Sandra, danke für dein wertvolles Feedback, Verständnis und Liebe sind ein Teil des Schlüssels für unsere Schatzkisten. Liebe Grüße und ❣️DANKE❣️

Anja Wessels-Hoppen
Am 11.09.2021 um 07:59 Uhr
Liebe Gerda, du berührst und verstehst. Ich danke dir 😊
Gerda am 11.09.2021 um 14:06 Uhr

Liebe Anja, Danke für deine Rückmeldung, mit deinen neun Worten schenkst du mir gerade in dieser Zeit eine große Wertschätzung für meine Arbeit. Berühren und Verstehen sind zwei weitere Schlüssel für unsere Schatztruhen. Liebe Grüße und vielen Dank❣️

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